Reichland
Vermögenslob
Ja, es gibt sie noch, die guten Vermögenden und jene, die sie loben, die Vermögensforscher also.
Da gibt es den Vermögensforscher Thomas Druyen. Er ist seit 2007 Professor des Lehrstuhls für vergleichende Vermögenskultur an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, seit 2006 am Institut für Soziologie Universität Münster Direktor des Forums für Vermögensforschung und es gibt ihn auch schon länger am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin. Weiter gab es ihn etwa im Vorstand der Schweizerischen Peter Ustinov Stiftung, es gibt ihn noch als Kuratoriumspräsident der Stiftung Dialog der Generationen in Düsseldorf und als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Kloster Steinfeld. Auch gibt es ihn als Texter. Und er ist glücklich verheiratet mit Jenny Jürgens, der Tochter von Udo Jürgens, über dessen Vermögen er offen spricht.
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Linke. zu deutschem Reichland
„Managergehälter nur eine Nebenrolle“
Namensgebung in Reichland
Reiche können seit einiger Zeit nicht genug davon bekommen, als Namensgeber zu fungieren, z.B. das Icahn Stadion auf Randall`s Island oder die Zankel Hall in der Carnegie Hall. Jerome L. Stern spendete jüngst dem New Museum of Contemporary Art mehr als 100 000 $ – die Gegenleistung: die bathrooms – oder restrooms? Klos? bekommen seinen und seiner Gattin Namenszug: Jerome and Ellen Stern Restrooms.
Deutschlands
Reichland wächst beträchtlich, wie die ganz zu Unrecht ein paar Tage nach ihrer Veröffentlichung schon weithin vergessene Studie des DIW zur Vermögenslage zeigt. Die Untersuchung „Vermögen in Deutschland wesentlich ungleicher verteilt als Einkommen“ von Markus M. Grabka und Joachim R. Frick ist im DIW-Wochenbericht 45/2007 S.665-672 erschienen. Ihr Fazit:
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Reichlands Reichtum
Der zahlreichen Gleichsetzungen von Einkommen und Reichtum in den zahllosen Reichtumsarien müde, griff Frank auf die folgende Übersicht für die USA zurück (2004). “ “Wealth” here is defined as total net worth, including all financial and non-financial assets, such as a primary residence — net of all outstanding debts, including mortgages.“ Es geht hier also nicht um die liquiden Mittel, die z.B. Tulip Research seinen Aufstellungen zum Reichtum in England zugrundelegt – was damit zu tun hat, dass der Zugang zu den meisten Privatbanken und Vermögensverwaltern mindestens 2 Mio. $ anlegbaren Kapitals voraussetzt, in aller Regel sogar etwa 10 Mio. $. Hieraus ergibt sich nach Frank im Augenblick folgende Zuordnung:
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Daheim in Reichland
1998 begann Ira Rennert sein Projekt des größten Privathauses Amerikas. Es hatte 110 000 Quadratfuß Fläche und 29 Badezimmer. Bill Gates hat eine Villa mit 40 000 square feet. Donald Trump versuchte, seine Strandhütte in Palm Beach für 125 Mio $ los zu werden. Mitsamt dem –allerdings bloß 30 m langen – Ballsaal und über 150 Meter Meeresfront ein völlig gerechtfertigter Preis.
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Reichland England
Tulip Financial Research ist spezialisiert auf Reichtumsforschung. Sie interessieren sich nicht für die meisten Menschen in England, die ein Auto haben oder ein Haus oder nichts von alledem. Schließlich haben 75 % der britischen Haushalte weniger als 5000 ₤ gespart oder angelegt und 90 % haben weniger als 25 000. Deshalb befassen sie sich mit Reichland und haben ein Modell der reichsten Haushalte Großbritanniens aufgebaut, das 300 000 Haushalte umfasst, die zwei Drittel des privaten Reichtums Großbritanniens umfassen – dabei geht es um Vermögenswerte, die unschwer zu Geld gemacht werden können; Renten, Versicherungen oder Häuser gehören nicht dazu, aber Ersparnisse, Anteile, Schuldverschreibungen, Anleihen u.ä. – das heißt, es ist ein ziemlich halbierter Blick auf die Reichtumsverhältnisse Reichlands.
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Sowas kommt von sowas: Wie der Geldadel H. zur Macht verhalf
Der in Frankreich lehrende Historiker Frabrice d‘ Almeida belegt in seinem Buch „Hakenkreuz und Kaviar“ die enge Kollaboration der oberen Zehntausend mit dem Hitlerstaat. Almeida schildert, wie Gesellschaftskreise des Geldadels Adolf Hitler zur Macht verhalfen. Den Diktator bewundernde Frauen bedachten ihn mit großzügigen Geschenken.
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Armut und Kinderarmut in Deutschland 2007
Am Tag zuvor hatte Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach in seinem Vortrag gegenüber der NAK „Die Glut kommt von unten — aber keine Auflehnung?“ die These vertreten, Armut in unserem Land sei kein Schicksal oder Naturereignis, sondern gesellschaftlich verursacht. Arme würden arm gemacht.
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Richistan
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England: die neuen Viktorianer England: The new victorians
Plutonomy
Advertising Age publizierte jüngst eine Übersicht zu den Ausgaben nach Einkommensgruppen in den USA (2005) aus der sich ergab, dass das obere Quintil 39 % der Konsumausgaben bestritt. Daten wie diese gelten als Beleg für die Plutonomics-These und ihre Radikalisierung, die darauf abzielt, dass es nur noch Reiche und den Rest gebe. Daraus ergebe sich, so etwa Ajay Kapur in seinen Beiträgen, dass die Ökonomie zuvorderst durch die Konsumausgaben der Reichen angetrieben werde. Er schreibt u.a.:„The top 1% of households in the U.S., (about 1 million households) accounted for about 20% of overall U.S. income in 2000, slightly smaller than the share of income of the bottom 60% of households put together. That’s about 1 million households compared with 60 million households, both with similar slices of the income pie! Clearly, the analysis of the top 1% of U.S. households is paramount. The usual analysis of the „average“ U.S. consumer is flawed from the start. To continue with the U.S., the top 1% of households also account for 33% of net worth, greater than the bottom 90% of households put together. It gets better (or worse, depending on your political stripe) – the top 1% of households account for 40% of financial net worth, more than the bottom 95% of households put together.“ …
„Since consumption accounts for 65 pct of the world economy, and consumer staples and discretionary sectors for 19.8 pct of the MSCI AC World Index, understanding how the plutonomy impacts consumption is key for equity market participants.“ … „There is no „average consumer“ in a Plutonomy. Consensus analyses focusing on the „average“ consumer are flawed from the start. The Plutonomy Stock Basket outperformed MSCI AC World by 6.8% per year since 1985. Does even better if equities beat housing. Select names: Julius Baer, Bulgari, Richemont, Kuoni, and Toll Brothers.“
Ja, das findet Anklang.
Europareichland
Tulip Research hat die reichsten Leute in Frankreich, Deutschland und England gefragt und wissen lassen, dass 1,6 Millionen von den 160 Millionen im Schnitt 4,33 Millionen € besitzen; was bedeutet, dass ein Prozent 70 % der liquiden Mittel besitzt, über die in diesen drei Ländern privat verfügt wird. Tulip zählt dabei 315 000 Millionäre und 3000 Superreiche, die im Schnitt über 116 Millionen flüssige Mittel verfügen. Das oberste Prozent hat in England (= 480 Personen) 3,11 Mio € durchschnittliche liquide Mittel, in Frankreich (= 477 Personen) 4,23 Mio € und in Deutschland (=679 Personen) 5,26 Mio €; von den vorhandenen Mitteln entfallen auf diese Gruppe dementsprechend 66 %, 71 % und 73 %. Leicht erkennbar übrigens, dass das oberste Prozent in Deutschland das höchste Durchschnittsvermögen besitzt, die meisten Mitglieder hat und den größten Vermögensanteil besitzt. Nach Tulip Research investieren die Top 1 % Deutschlands, Frankreichs und Englands in Firmenkapital (24,1 %), Finanzen (13,8 %) und Immobilien (37,9%). In Deutschland liegt die Anteile bei 23,7 %, 11,7 % und 46,8 % (!)
„Liquid assets are defined as “the total amount of funds in the form of cash or quickly convertible to cash including cash, demand deposits and time and savings deposits or investments convertible either through their sale or through the scheduled return of principal at maturity. The Tulip definition also includes investment property excluding investor homes & second homes.“ Quelle: “HNW & Ultra HNW Investment Behaviour in